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Große Gefahrstoffübung in Raubach

Die Gefahrstoffübung wurde als eine insgesamt 3-teilige Übungs-Reihe geplant:  

-         Teil 1:  Fernmeldeübung zusammen mit dem Bundesgrenzschutz (Mai 2003)  
-         Teil 2:

     

Fortbildungsübung der Technischen Einsatzleitung des Landkreises Neuwied  an der LFKS (Landesfeuerwehr und Katastrophenschutzschule) Rheinland-Pfalz  
-         Teil 3:  Alarmierungs- und Einsatzübung (Vollübung)  

Bei der Übung wurde folgendes Schadenszenario angenommen:

Am 01.10.04 gegen 17:00 Uhr ist ein Gefahrgut beladener Güterzug auf der Bahnstrecke Altenkirchen-Raubach auf Höhe Hedwigstal (Nähe Raubach) entgleist. Beim Überfahren der Weiche zum Werkanschluss der Papierfabrik „Metsä Tissue“ sprangen zwei Stückgutwagen, beladen mit 500Litern Chlorwasserstoffsäure (UN 1789), aus den Schienen. Durch die Austretende Flüssigkeit und Dämpfe wurden, neben mehrere Arbeiter einer Baukolonne der DB AG,  Arbeiter der Papierfabrik und auch Verkehrsteilnehmer der nahem L267, zum Teil schwer verletzt. Insgesamt waren 61 Verletzte durch die Einsatzkräfte zu versorgen. Ebenfalls ist die ausgetretene Flüssigkeit in den nahen Holzbach gelangt.

 Folgende Einsatzkräfte waren an der Vollübung (Teil 3) beteiligt:

-         Feuerwehr Puderbach

-         Feuerwehr Raubach

-         Feuerwehr Oberdreis

-         Feuerwehr Dierdorf

-         Feuerwehr Marienhausen

-         Gefahrstoffzug des Landkreises Neuwied mit den Teileinheiten Neuwied, 

      Dierdorf, Unkel, und Neustadt

-         Teileinheiten des Gefahrstoffzuges des Landkreises Altenkirchen

-         Teileinheiten des Gefahrstoffzuges des Westerwaldkreises

-         Technisches Hilfswerk Ortsverband Neuwied

-         Rettungsdienst und Schnelleinsatzgruppen des DRK und MHD

-         Notfallmanager der DB AG

-         Bundesgrenzschutz

-         Polizei

Da sich gegen 18:00 Uhr herausstellte das bei einem Realfall der Einsatz noch mehrere Stunden in der Nacht weiterdurchgeführt werden müsste, wurde das Technische Hilfswerk Ortsverband Neuwied umgehend alarmiert um die Einsatzstelle mit den entgleisten Stückgutwaggons und angrenzende Bereiche auszuleuchten.

 Eingesetzte Kräfte des THW Neuwied:  

-            Unimog mit Lichtmast 6m    Stärke: 0 / 2 / 1
-            Erste Bergungsgruppe mit GKW 1 Stärke: 0 / 2 / 5  
-            Zweite Bergungsgruppe mit GKW 2 Stärke: 0 / 1 / 6


Neben der normalen Beleuchtungsausstattung der Bergungsgruppen wurden zusätzlich Beleuchtungsballons (Powermoon) zur Ausleuchtung eingesetzt.

Die Jugendgruppen von Feuerwehr, DRK und THW (Neuwied und Lahnstein) waren ebenfalls an der Übung als Verletztendarsteller beteiligt.

© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

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