Am 19. Juni fand auf dem im Bau befindlichen Neubaustück der Bundesstraße 256 bei Rengsdorf
im Landkreis Neuwied die Abschlussübung der Leitenden Notärzte (LNA) und Organisatorischen Leiter (ORGL) des Lehrgangs der Landesfeuerwehr und Katastrophenschutz Schule (LFKS) Rheinland-Pfalz aus Koblenz statt. Es waren die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Rengsdorf, ein Löschzug der Feuerwehr Stadt Neuwied (Oberbieber), Einheiten des SEG-Betreuung/SEG-Sanitätsdienst (von DRK Kreisverband Neuwied und Malteser Neuwied) und der THW Ortsverband Neuwied als Aktive Teilnehmer an der Übung beteiligt. Die Verpflegung der ca. 400 Teilnehmer erfolgte durch die SEG-Verpflegung des Landkreis Neuwied. Der Prüfungstag für die Teilnehmer des Lehrgangs gliederte sich in zwei große Übungen.
Vormittags wurde ein Busunfall mit mehreren Verletzten als Szenario angenommen. Die Hauptaufgabe der eingesetzten Kräfte von Feuerwehr und THW war die Rettung der Personen aus dem Bus und Übergabe an den Sanitätsdienst. Die Lehrgangsteilnehmer (LNA und ORGL) mussten die Medizinischenarbeiten koordinieren.

Überblick über die Schadensstelle

Verletztensammelplatz

Verletzte Person im Bus wird von den Kräften betreut

Verletztensammelplatz

Einsatzkräfte des DRK betreuen die verletzten Personen

Auf Grund der Vielzahl an Verletzten wurde die auch vom THW übernommen

Besprechung der Einheitsführer mit dem Einsatzleiter über den Stand der Arbeiten und das weitere Vorgehen

Betreuung von Verletzten

Lagerbesprechung am verunglückten Bus
Am Nachmittag musste das zweite Szenario abgearbeitet werden. Angenommen wurde eine Massenkarambolage mehrer Fahrzeuge mit einer unbekannten Anzahl von Verletzten. Auch hier mussten die Medizinischenarbeiten von der ORGL und LNA koordiniert werden und die Einheiten der Feuerwehr und des THW übernahmen die Technische-Rettung. Personen wurden auch hier wieder an die SEG-Betreuung/SEG-Sanitätsdienst des Landkreises Neuwied übergeben.

Einsatzleitung und Einheitsführer THW bei der Lageerkundung und Festlegung der Schwerpunkte für das THW.

Verletzte Person im Fahrzeug wurde gefunden und wird betreut

Im Rahmen der Vorbereiteden Maßnahmen zur Rettung der verunfallten Insassen .....

...... wird das Fahrzeug wird stabilisiert

Um eine Rettungsöffnung zu schaffen wird die Glasscheibe der Fahrertür entfernt ....

und anschließend mittels des hydraulischen Spreitzers ....

.... entfernt

Ein Notarzt untersucht die verletzte Person, .....

... die dann von Kräften des THW gerettet wird.

Um die zweite Person zu retten, mussten als Erstes weitere Scheiben entfernt werden.

Dabei wird die Person weiterhin betreut und über die Arbeiten informiert.

Ein LNA koordiniert weitere Kräfte.

Um einen besseren Zugang in den Innenraum zu erlangen wird mit dem hydraulischen Spreitzer der Kofferraum geöffnet ...

.... und anschließend mit der hydraulischen Schere entfernt.

Danach wurde die Person, nach Versorgung durch Sanitätskräfte, mittels Rettungsbrett aus dem Fahrzeug gerettet.
Auch wenn es sich gerade nicht bei dem zweiten Szenario um das THW typische Einsatzszenario handelt, zeigten sich Kameraden anderer Organisationen von der Leistungsfähigkeit des THW Ortsverbandes Neuwied beeindruckt. Die Zusammenarbeit zwischen den an der Rettung eingesetzten Kräften funktionierte hervorragend und zeigt mal wieder, dass es nur gemeinsam geht und dabei egal ist, von welcher Organisation die Einsatzmittel kommen. Gemeinsam wurden die gestellten Aufgaben bewältigt ohne das einer der Übungsteilnehmer, Verletztendarsteller oder eine an der Übung beteiligte Rettungskraft in Wirklichkeit verletzt wurde.
