Ein Tag, ein Blindgänger und ein großer Aufwand zum Schutz der Bevölkerung

Unterstützung im Bereich Führung im Rahmen der Entschärfung eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg in Koblenz.

Die Belastung von Blindgängern in Deutschland in Form von nicht gezündeten Fliegerbomben führt in unregelmäßigen Abständen zu großflächigen Evakuierungen. Die Evakuierung von betroffenen Menschen die aus verschiedenen Gründen auf Hilfe angewiesen sind, fällt in die Aufgabe des Sanitätsdienstes.

So auch bei der Entschärfung einer 500kg Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg am 02. September in Koblenz. 21.000 Betroffene wurden aufgefordert das Evakuierungsgebiet, ein ca. 1000m Radius um den Fundort, zu verlassen. Bericht des SWR Rheinland-Pfalz

Einheiten des Technischen Hilfswerk (THW) aus dem THW Geschäftsführerbereich (GfB) Koblenz unterstützen die Feuerwehr Koblenz und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bei den entsprechenden Maßnahmen. Neben Fahrzeuge für Lautsprecherdurchsagen wurden auch vier Bereitstellungsräume für Einheiten der Feuerwehr und des Sanitätsdienst betrieben. Dabei ging es vor allem um die Registrierung der Einheiten um sicher zu stellen, dass das Evakuierungsgebiet auch von diesen Einheiten verlassen wurde, damit die Entschärfung pünktlich beginnen kann.

Auf Grund von Verzögerungen startete die Entschärfung mit einer halbstündigen Verspätung und wurde nach einer Stunde erfolgreich abgeschlossen.

Der THW Ortsverband Neuwied wurde mit seinem Zugtrupp, verstärkt durch die Zweite Bergungsgruppe, im Bereitstellungsraum Sanitätsdienst zum Betrieb eingesetzt. Zu Spitzenzeiten waren über 90 Einheiten des DRK mit über 190 Personen im Bereitstellungsraum zu koordinieren. Zusätzlich wurde ein Fahrzeug des Ortsverbandes für Lautsprecherdurchsagen im Einsatzabschnitt Süd eingesetzt.

Der Zugtrupp, der ein Führungsmittel im THW ist, übernahm dabei die Registrierung der Einheiten. Die zweite Bergungsgruppe sicherte die Stromversorgung für den Zugtrupp und bestimmte Fahrzeuge des DRK. Außerdem leuchtete sie den Platz aus, half beim Abstellen der Fahrzeuge und Erfassung von ein- und ausfahrenden Fahrzeugen.

Nach einen 12 stündigen Einsatz der Neuwieder THW Kräfte war der Tag mit der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Einheiten im Ortsverband erfolgreich beendet. Wie bei jedem Einsatz, Ausbildung oder Übung wurde im Anschluss der Tag analysiert und erkannte Schwachstellen besprochen, welche im Rahmen der Ausbildung aufgegriffen werden um bei der nächsten Anforderung noch optimaler reagieren zu können und so einen noch besseren Ablauf zu gewährleisten.

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