Aufgaben:
Die Fachgruppe Elektroversorgung (FGr E) betreibt temporäre Stromversorgung mittels Netzersatzanlagen für Schaden- bzw. Einsatzstellen, Notunterkünfte, kommunalen Energieversorgungsanlagen, Einrichtungen und Betriebe öffentlichen Interesses sowie für andere Bedarfsträger. Sie führt zur Behebung von Gefahren und Notständen unaufschiebbare Reparaturarbeiten an elektrischen Versorgungsanlagen durch.
Im THW-Auslandseinsatz übernimmt sie Aufgaben aus ihrem gesamten Leistungsspektrum.
Die Aufgaben der FGr E im einzelnen
Die Fachgruppe Elektroversorgung:
- erkundet Schadengebiete, stellt Schäden fest und informiert oder berät Einheitsführer/
- sichert Gefahrenstellen ab
- sichert Schadenstellen an Elektroversorgungsanlagen
- führt Sicherungsmaßnahmen an Elektroversorgungsnetzen zur Verhinderung von Unfällen durch elektrischen Strom durch
- betreibt zeitlich begrenzt Ersatzstromversorgung für die Bevölkerung, für lebenswichtige Anlagen und Betriebe sowie Einrichtungen öffentlichen Interesses mittels mobiler Netzersatzanlagen
- speist in Netzabschnitte ein
- versorgt die Einheiten und Einrichtungen des THW und andere Bedarfsträger mit Strom aus Netzersatzanlagen
- repariert, baut und ergänzt (im Rahmen ihrer Möglichkeiten) Elektroversorgungsanlagen im Niederspannungsbereich zur Aufrechterhaltung lebenswichtiger Einrichtungen
- unterstützt die Energieversorgungsunternehmen
- unterstützt die Fachgruppe Logistik bei der Prüfung von ortsveränderlichen E - Geräten
- Sie führt alle Aufgaben im öffentlichen Netz unter Aufsicht und in Zusammenarbeit mit den Energieversorgungsunternehmen durch.
Im Auslandseinsatz können alle vorgenannten Aufgaben übernommen werden.
Einsatztaktik:
Die Fachgruppe Elektroversorgung (FGr E) ist das »mobile Elektrizitätswerk« des THW. Mit ihrem leistungsfähigen Stromerzeuger kommt sie dort zum Einsatz, wo vorübergehend größerer Energiebedarf zu decken ist. Neben der Strom-Erzeugung und – Einspeisung sind die Spezialisten dieser Gruppe in der Lage, zur Unterstützung der Energieversorgungsunternehmen (EVU) und anderer Anlagen-/Netzbetreiber Reparaturen auf der Niederspannungsebene vorzunehmen, bis hin zum Übergabepunkt (Hausanschluss).
An dieser Schnittstelle schließt dann das Aufgabenfeld der FGr Infrastruktur an.
Die FGr E arbeitet grundsätzlich eng mit den zuständigen EVU, Netz- bzw. Anlagenbetreibern und nach deren Weisung zusammen.
Bei Auslandseinsätzen des THW kümmert sich die FGr E u.a. um den Bau von Anlagen bzw. Systemen zur Stromversorgung, betreibt Stromerzeuger und wirkt beim Bau und Betrieb von Leitungsnetzen mit.
Die FGr E ist als Teil des Fachgruppen-Spektrums mindestens einmal in jedem GFB vorhanden und nimmt ihre Aufgaben vorrangig überörtlich wahr. Die Anforderungen an die Helfer dieser Fachgruppe erfordern beruflich einschlägige Ausbildung und Kenntnisse.
Schnittstellen
Die FGr E ist angewiesen auf:
Transportkapazität für Personal
Baumaschinen und Kräne für Freileitungs-/Erdkabelarbeiten
Betriebsstoffversorgung für die NEA
Schnittstellen bestehen zu Einsatzleitung, -abschnittsleitung, THW-FüSt.
Zusammenarbeit erfolgt überwiegend mit:
THW-Einheiten, Fachdienste und Bedarfsträger: Bei der zentralen Stromversorgung bzw. Einrichtung von temporären Stromnetzen für Einsatzstellen, Bereitstellungsräume, Notunterkünfte u.a.m.
Energieversorgungsunternehmen (EVU): Zusammenarbeit, Unterstützung in deren Zuständigkeitsbereich
FGr Infrastruktur: Einrichtung von Unterverteilstellen und -systemen ab Übergabepunkt zu Anlagen- und Hausanschlüssen
Bergungsgruppen 1 und 2: Bei Arbeiten im spannungslosen Bereich
FGr Beleuchtung: Bei der großräumigen Ausleuchtung von Einsatzstellen u.a.m.
FGr Logistik : Versorgung mit Betriebsstoff, Baumaterialien, etc.

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NEA Kluth 175kVA
